MODUS - Institut für Wirtschafts– und Sozialforschung

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Bevölkerungsprognosen

Die Bevölkerung verändert sich in rasantem Ausmaß. Die Kinderzahlen sind seit den 70er Jahren dramatisch zurück gegangen, die Struktur der Erwerbstätigen ist deutlich ungünstiger als noch vor 10 Jahren und die Zahl der Menschen ab 65 Jahren steigt seit Jahren stark an. Dieser grundlegende Wandel hat einen weit reichenden Einfluss auf sehr unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft.

 

Anhand der Bedeutung der Kinderzahlen soll dies kurz erläutert werden: Der Geburtenrückgang seit den 70er Jahren und vor allem der deutliche Einschnitt bei den Geburtenzahlen seit Anfang der 90er Jahre bewirkt, dass mit Beginn des neuen Jahrtausends die Kinder- und Jugendlichenzahlen gesunken sind und weiter sinken, wie dies aus der Graphik im Übergang zwischen der gelben und violetten Fläche zu ersehen ist. Damit reduziert sich der Bedarf an Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder etc., wobei bei gleich bleibenden Fixkosten die Auslastung der Einrichtungen zurück geht und die Gefahr besteht, dass diese unrentabel werden. In der weiteren Entwicklung fehlen nicht nur in den Folgejahren nicht geborene Kinder als Konsumenten, die Autos, Häuser, Wohnungen etc. nachfragen, es entfällt auch durch die niedrigeren Kinderzahlen ein qualifiziertes Erwerbspotential, wodurch die Gefahr der wirtschaftlichen Stagnation besteht.

 

Nun kann diese Entwicklung natürlich nicht von heute auf morgen rückgängig gemacht werden, die Kinder fehlen nun einmal in Zukunft. Es ist jedoch wichtig, die aktuelle Situation und deren Auswirkungen zu kennen, um gezielt Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zu können. So könnte eine mögliche Alternative sein, die Region günstiger für wirtschaftliche Ansiedelungen zu machen oder die Innenstädte kinderfreundlicher zu gestalten, um für Familien attraktiver zu sein, um so den regionalen Bevölkerungsschwund langfristig aufzuhalten.

 

Die qualifizierte Bevölkerungsprojektion umfasst folgende Teile:

· Berechnung der zukünftigen Bevölkerung bis zum Jahr 2025 in folgenden Altersgruppen: Geburten, 1 bis unter 3 Jahre (relevant für Kinderkrippen), 3 bis unter 6 Jahre (Kindergärten), 6 bis unter 10 Jahre (Grundschulen), 10 bis unter 15 Jahren (Hauptschulen), 15 bis unter 18 Jahre (Jugendliche I), 18 bis unter 21 Jahre (Jugendliche II), 21 bis unter 30 Jahre (Erwerbspotential I), 30 bis unter 45 Jahre (Erwerbspotential II), 45 bis unter 65 Jahre (Erwerbspotential III), 65 bis unter 75 Jahre (Altenhilfe I), 75 bis unter 80 Jahre (Altenhilfe II), 80 Jahre und älter (Altenhilfe III).

· Im Unterschied zu vielen anderen Anbietern von Bevölkerungsprognosen (z.B. Geo-Studie des Berlin-Instituts) berücksichtigen wir auch die örtlichen Gegebenheiten (örtliche Wanderungsstruktur etc.), die hauptsächlich relevant sind für die Qualität der Vorausberechnung.

· Drei verschiedene Varianten mit unterschiedlich realistischen Annahmen: Eine konservative Variante, die den unteren Entwicklungsbereich abdeckt, eine mittlere Variante mit der Fortschreibung realistischer bis leicht positiver Annahmen und eine obere Variante mit positiven Annahmen, die den oberen Entwicklungsbereich abdeckt.

· Detaillierte Darstellung der Ergebnisse anhand von Schaubildern, Tabellen, Erläuterungen in Textform etc.

· Für kleinräumige Berechnungen: Projektionen der Gemeinden bzw. Stadtteile nach kartographischer Darstellung der Ergebnisse.

 

Vorteile einer Bevölkerungsprojektion:

· Genaue Kenntnis der Bevölkerungsverteilung jetzt und in Zukunft

· Gezielte Analyse spezifischer Gruppen (Geburten, Kinderzahlen, Schülerzahlen, Erwerbspotential, ältere Menschen und Hochbetagte etc.)

· Aufzeigen der Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche, wie z.B. Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem, Altenhilfe

· Aufzeigen der Entwicklung auf kleinräumiger Ebene (z.B. für Stadtteile oder Gemeinden)

· Darstellung verschiedener Szenarien, z.B. welche Entwicklung wäre günstig, um die Bevölkerung zu halten, um 1%, um 5% etc. zu steigern.

· Verknüpfungsmöglichkeit mit weiteren Informationen zu einem Benchmarking-System (Vergleich mit anderen Regionen hinsichtlich unterschiedlicher Auswahlkriterien)

 

Gezielte Planung auf der Grundlage einer genauen Bevölkerungsprojektion spart Geld!

Teil 1: Warum Bevölkerungsprognosen?